Die Aufgabe
Enrico Olivanti ist nicht nur ein herausragender Jazzgitarrist, sondern auch Komponist neuer klassischer und experimenteller Musik. Er kam mit dem Wunsch zu uns, zehn Musiker in Echtzeit aufzunehmen, die drei seiner neuen Kompositionen spielen. Jedes Stück verband durchkomponierte Passagen mit offenen Improvisationsteilen — die Band brauchte also genügend Trennung für eine saubere Aufnahme, musste sich aber weiterhin gut sehen können, um Einsätze und Signale zu geben.
Mikrofonierung, Sichtachsen, zehn Kopfhörermischungen
Neben Mikrofonierung und Sichtachsen zwischen den Räumen brauchte jeder Musiker eine eigene, individuell abgestimmte Kopfhörermischung. Ein aufwendiger Aufbau — aber gut vorbereitet: als die Band eintraf, standen Routing, Cue-System und Monitormischungen bereits.
Ein Tag pro Stück
Enrico hatte alles gründlich im Voraus geplant und einen ganzen Tag pro Komposition eingeplant, sodass wir uns die Zeit nehmen konnten, Takes einzuspielen, mit denen alle zufrieden waren — musikalisch wie technisch. Zusätzlich hatte er Videograf Robert Zerbst eingeladen, die Sessions für die Album-Veröffentlichung zu filmen — eine zusätzliche Produktionsebene, die nur funktionierte, weil der Aufnahmeplan von Anfang an sicher stand.






